Dieses Element – auch Ordnungstherapie genannt – verbindet die übrigen vier Elemente miteinander und liefert die Grundlage für ein Leben in Balance und im Einklang mit der Natur.
Für die gesunde seelische Entwicklung eines Kindes sind insbesondere Geborgenheit, Zuverlässigkeit, Vertrauen und Kontinuität wichtig.
Hierzu gehört die sogenannte Resilienz.
Resilienz kommt vom lateinischen „resilere“ und wird übersetzt mit „zurückspringen“ und zwar in den Zustand ursprünglichen Wohlbefindens.
Ein Mensch der resilient ist, gönnt sich Pausen, weiß um den Wert von Erholung.
Resiliente Menschen lassen sich nicht auf Dauer von Belastendem dominieren.
Sie sind bereit, immer wieder Wege zu finden, damit es ihnen besser geht.

Eine wertvolle innere Ordnung drückt sich auch in äußerer Ordnung aus. Wenn achtsam mit Einrichtungs- und Gebrauchsgegenständen sowie Spielsachen, und auch mit Natur und Umwelt umgegangen wird, bewirkt dies Achtsamkeit als grundsätzliche Haltung. Dinge im äußeren Umfeld aufzuräumen kann helfen, inneres Gefühls- oder Gedankenchaos zu ordnen.
Deshalb ist es uns wichtig, dass die Kinder ihre Materialien in einer strukturierten Ordnung vorfinden, dies führt zu Ausgeglichenheit. Auch das Aufräumen gehört dazu.
Außerdem achten wir darauf, dass das Spielmaterial möglichst wenig vorgefertigt ist und eine überschaubare Menge an Spielmaterialien vorhanden ist („Weniger ist mehr!“), damit die kindliche Kreativität sich entfalten kann.
Die Kinder dürfen von Zeit zu Zeit Langeweile haben und ohne Spiel- oder Unterhaltungsangebote, die sie ablenken, darauf warten, dass sich bei ihnen eigene Ideen einstellen.

Der Rhythmus und die Struktur des Tages- und Wochenablaufs, die Gestaltung des Jahreskreises, Alltags- und Festtagrituale tragen zu Stabilisierung und Bereicherung des Lebens bei, sie vermitteln Vorhersehbarkeit und Verstehbarkeit.
Immer wieder kehrende Rituale sind sozusagen Ordnungspfeiler und bilden die Grundlage, auf der Kinder emotionales Vertrauen entwickeln. Sie schaffen eine Atmosphäre der Sicherheit, insbesondere dann, wenn sie gemeinsam mit den Kindern entwickelt worden sind.
Werte drücken sich auch aus durch Normen, klare Verhaltensregeln und Grenzen.
Diese sind den Kindern bekannt, nachvollziehbar und mit ihnen in Kinderkonferenzen vereinbart worden. Logische Folgen bzw. Konsequenzen werden mit den Kindern vorab besprochen.
Sie geben den Kindern die Möglichkeit, selbstverantwortlich die Konsequenzen ihres Handelns zu erleben, ohne dass sie dabei herabgesetzt oder gekränkt werden.
Ein Kind muss auch erleben dürfen, dass das Nicht-Einhalten dieser Ordnung zu Konflikten führt.
Einige praktische Beispiele, wie wir den Bereich Lebensordnung in unsere Arbeit einfließen lassen, um die Kinder zum Ziel eines resilienten Menschen zu führen:

- Achtsamkeits- und Stilleübungen
- Freiräume, freies Spiel, Selbstständigkeit, Langeweile
- Jahreskreisgestaltung
- keine Reizüberflutung
- kreatives Gestalten
- Naturerfahrungen, natürliche Reize
- Regeln
- Rituale
- Sinnes- und Wahrnehmungserfahrungen
- Entspannungsangebote
- Bewegung
- Kochen…

 

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